Herzensbücher

Bücher, die dich nicht mehr loslassen, über die du noch lange nachdem du sie gelesen hast, nachdenken musst und dir als erstes ins Auge fallen, wenn du dein Bücherregal betrachtest – jeder Buchliebhaber kennt sie, seine persönlichen Herzensbücher. Die Bücher die herausstechen, die besonders sind, die auf ihre Art perfekt sind, weil sie eine Geschichte erzählen, die auf eine außergewöhnliche Art begeistert. Gerade habe ich ein Buch beendet, das mich zu diesem Post inspiriert hat, denn es ist genau solch ein besonderes Buch, dass mir wohl noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Daraufhin habe ich mich in meinem Regal mal wieder etwas umgesehen und nach Büchern Ausschau gehalten, die mich genauso sehr fasziniert haben, wie dieses gerade gelesene Buch, die ich auch in meine persönliche Herzensbücher-Schublade stecken würde. Dabei sind mir einige ins Auge gestochen und daraufhin habe ich beschlossen drei meiner Herzensbücher hier vorzustellen. Sie sind nicht wirklich aktuell, eins von den dreien habe ich vor Jahren gelesen und trotzdem erinnere ich mich. Weil sie für mich besonders sind. Vielleicht bekommt hier ja auch der Ein oder Andere Lust auf eines der Bücher! 🙂


 

Das Buch, welches mich zu diesem Post inspiriert hat – Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen von Ulla Scheler. Ich bin mir sicher, vielen hier ist dieses Buch ein Begriff, denn ich bin schon oft bei anderen Buchbloggern über diesen Titel gestolpert. Immer wieder habe ich positive Rezensionen gelesen, dennoch hat mich der Klappentext nie so angesprochen, dass ich es unbedingt lesen wollte. Zum Glück habe ich es doch getan!

BUCHDETAILS:
erstausgabe erschienen im 08/2016
heyne verlag
368 seiten
14,99 euro
paperback
jugendroman

ZUM INHALT:
Wie es sich anfühlte, ihn zu sehen? Als hätte ich einen Monat lang durch einen Strohhalm geatmet.

Ben ist seit Ewigkeiten Hannas bester Freund. Er ist anders. Wild, tollkühn, ein Graffiti-Künstler, ein Geschichtenerzähler. Und keiner versteht Hanna so wie er. Nach dem Abi packen die beiden Bens klappriges Auto voll und fahren zum Meer. An einen verwunschenen Strand, um den sich eine düstere Legende rankt. Sie erzählen sich Geschichten. Bauen Lagerfeuer. Kommen einander dort nahe wie nie zuvor. Und Hanna hofft, endlich hinter das Geheimnis zu kommen, das Ben oft so unberechenbar und verzweifelt werden lässt. Doch dann passiert etwas Schreckliches …

(Quelle: randomhouse.de)

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DAS BESONDERE:
Ich habe mich in Ulla Schelers Art zu Schreiben verliebt! Selten habe ich ein Buch so sehr mit Eselsohren entstellt wie dieses, weil ich so viele hübsche Zitate entdeckt habe, die ich mir alle rausgeschrieben habe. Selten habe ich so sehr mit der Protagonistin mitgefühlt. Es ist eine wunderschöne Geschichte über die Jugendliebe und Ben und Hanna haben sich in mein Herz geschlichen. Ihre Geschichte hat mich bis zur letzten Sekunde in ihren Bann gezogen.

„Die Fragezeichen sind angsteinflößend, sie zerquetschen dein Herz. Mit den Punkten kannst du rechnen, sie tragen dein Leben, du kannst sie zu einem Einfamilienhaus aufeinanderschichten oder zu einer Familie. Was bleibt von den Fragezeichen? Eine Liebe, die dich auffrisst.“ s.352


Zu dem nächsten Buch habe ich auch den Film gesehen und ich muss sagen, der hat mir nicht so gut gefallen, was aber daran lag, dass ich mir den Protagonisten ganz anders vorgestellt habe. Nach dem Buch hat dieser Schauspieler meiner Meinung nach einfach nicht gepasst, aber das ändert ja nichts an dem tollen Buch! Es handelt sich bei diesem Herzensbuch um Zwei an einem Tag von David Nicholls.

BUCHDETAILS:
erstausgabe erschienen im 07/2009
kein & aber verlag
544 seiten
taschenbuch
liebesroman

ZUM INHALT:

»Gerade stelle ich mir dich mit 40 vor!« Es ist der 15. Juli 1988, und Emma und Dexter, beide zwanzig, haben sich gerade bei der Abschlussfeier kennengelernt und die Nacht zusammen durchgemacht. Am nächsten Morgen gehen beide ihrer Wege. Wo werden Sie an genau diesem Tag ein Jahr später stehen? Und wo in den zwanzig darauffolgenden Jahren? Werden sich die beiden, die einander niemals vergessen können, weiterhin immer gerade knapp verpassen?

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DAS BESONDERE:
Hier war es vor allem die Geschichte, die mich überzeugt hat. Die ganze Zeit fiebert man mit den tollen Hauptcharakteren mit, die doch eigentlich füreinander bestimmt sind, aber immer kommt irgendetwas dazwischen. Die Geschichte ist so abwechslungsreich und süß erzählt, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Einfach ein wunderschöner Liebesroman.


Mein drittes Herzensbuch habe ich von meiner Mama aus dem Bücherregal geklaut – Lauf, Jane, Lauf! Von Joy Fielding. Dementsprechend ist das Buch auch schon einige Jährchen alt. Ein Thriller ganz nach meinem Geschmack.

BUCHDETAILS:
erstausgabe erschienen im 01/1992
goldmann verlag
448 seiten
taschenbuch
thriller

ZUM INHALT:
„An einem Nachmittag im Frühsommer ging Jane Whittaker zum Einkaufen und vergaß, wer sie war…“

So beginnt der Alptraum einer Frau, die sich plötzlich blutbefleckt, die Taschen voller Geld und ohne Erinnerungsvermögen auf den Straßen Bostons wiederfindet. Wer ist dieser Mann, den man ihr als ihren Ehemann vorstellt? Was sind das für Medikamente, die ihr angeblich helfen sollen? Und warum fühlt sie sich als Gefangene im eigenen Haus? Verzweifelt kämpft Jane von nun an um ihr Gedächtnis – es wird ein Kampf auf Leben und Tod … (Quelle:randomhouse.de)

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DAS BESONDERE:
Ich habe mitgefiebert bis zum Schluss! Einfach ein perfekter Thriller, der mich in jeder Hinsicht überzeugen konnte und bis zum Ende in den Bann zog. Ich glaube hier lag es vor allem daran, dass mir zu keiner Zeit langweilig war und das habe ich oft bei Thrillern, an manchen Stellen, bevor es dann richtig los geht.


Rezension: Die Schule der Nacht – Ann A. MacDonald

Heute eine Rezension zu einem wirklich tollen Buch, endlich mal wieder eins, das mich komplett überzeugen konnte! Vielen Dank für diesen Lesegenuss an penhaligon, ich habe mich sehr gefreut. Es handelt sich um Die Schule der Nacht von Ann A. MacDonald.

BUCHDETAILS:
hardcover
19,99 Euro
442 seiten
erschienen im 05/2017
penhaligon

 

ZUM INHALT:
»Du kannst dich nicht für immer vor der Wahrheit verstecken. Bitte komm zurück, und bring alles zu einem guten Ende.« Diese Nachricht erhält die Amerikanerin Cassandra Blackwell in einem mysteriösen Päckchen, zusammen mit einem alten Foto ihrer verstorbenen Mutter, gekleidet in die schwarze Robe der Oxford Universität. Kurzerhand beschließt sie, nach England zu reisen, um mehr über die geheimnisvolle Vergangenheit ihrer Mutter zu erfahren. Dort entdeckt Cassie eine Welt voller Traditionen und Privilegien und merkt schnell, dass hier eine dunkle Macht am Werk ist – verbunden mit einer geheimen Gesellschaft, die sich Die Schule der Nacht nennt … (Quelle: randomhouse.de)

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MEINE MEINUNG:
Geheimnisse, die Suche nach sich selbst, eine Geheimgesellschaft und ein klein wenig Mystik sind die Schlagwörter, die die Geschichte rund um „Die Schule der Nacht“ wohl am besten beschreiben. Somit hält dieses Buch genug für spannungsgeladene Stunden bereit. Nach dem Klappentext musste ich dieses Buch unbedingt lesen und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht.

Zunächst einmal steigt die Geschichte mit Cassandra Blackwells Ankunft am Raleigh College in England ein. Sie beginnt ihr Auslandssemester, denn ursprünglich studiert sie in Amerika. Aber nicht des Colleges wegen hat Cassandra sich für diesen Schritt entschieden, sondern aufgrund einer geheimnisvollen Nachricht die sie erreicht hat. Sie solle wieder ans College zurückkehren, dabei hat sie anfangs keinerlei Verbindung nach England, die diese Nachricht begründen würde. Die Neugier siegt, denn Cassandra möchte mehr über das Leben ihrer Mutter und ihres Vaters, den sie nie kennengelernt hat, erfahren.

Der Leser taucht ein in die Welt einer alten Universität mit vielen alten Geheimnissen, die es aufzudecken gilt. Allen voran ist das Geheimnis um die sogenannte Schule der Nacht, eine angebliche Geheimgesellschaft, die Cassandras Weg auf der Spurensuche nach ihrer Mutter kreuzt. Das Raleigh College wird so eindrucksvoll beschrieben, dass es erscheint wie eine Traumwelt, mit wunderschönen Bauten und beeindruckenden Persönlichkeiten, die alle der Bildungselite von England angehören. Bei der Spurensuche treten immer weitere, ungeklärte Fragen auf, die die Geschichte am Leben erhalten und die Spannung ankurbeln. So ist es MacDonald gelungen mich an das Buch zu fesseln, ich konnte es kaum aus der Hand legen. Cassandras Ungeduld, das Geheimnis um die Schule der Nacht zu lüften und damit vielleicht auch ihre eigene Herkunft zu klären, wird immer größer und das hat sich auch auf mich übertragen.

Zu Beginn lernt man Cassandra als Einzelgängerin kennen, die lieber für sich bleibt. Verständlich, denn ihr einziges Ziel ihres Auslandssemesters war es, Licht in die Dunkelheit um ihre Herkunft und die Vergangenheit ihrer Mutter, oder Eltern zu bringen. Im Laufe der Geschichte kommt sie aber immer mehr aus sich heraus und lässt den Kontakt zu anderen Menschen zu. Somit wirkt die Protagonistin anfangs zawr distanziert, aber dennoch sympathisch. Das liegt vor allem an den Einblicken in Cassies schwere Kindheit mit einer depressiven Mutter, die ihre Verhaltensweise zumindest erklärt. Zuflucht hat sie im Aneignen von Wissen in ganz verschiedenen Bereichen gefunden. Besonders gefiel mir die Tatsache, dass es sich hier keineswegs um das nette Mädchen von nebenan handelt, sondern durchaus um einen Charakter mit Ecken und Kanten. Ihre Vergangenheit ist geprägt von Drogen, oder auch kriminellen Tätigkeiten. Nicht dass das sympathisch wäre, aber die positive Entwicklung einer starken Persönlichkeit, ist das, was mir bei Cassie besonders aufgefallen ist.

Die Nebencharaktere waren zwar nicht sehr detailreich beschrieben, aber das hatte den Effekt, dass ich als Leser stets rätseln konnte, wer von ihnen denn zu den „Guten“ und wer zu den „Bösen“ gehört.  Da gibt es zum Beispiel Evie, Cassies Mitbewohnerin, immer fröhlich und liebevoll, bis es dann zu einem Wandel kommt, den sich Cassie nicht erklären kann. Auch diesem Geheimnis geht sie auf den Grund. Hugo und Olivia, die Oberschichtkids, spielen auch eine große Rolle. Trotz ihres hohen Standes sind sie herzlich und freundlich und besonders zwischen Hugo und Cassie kommt es immer wieder zu Spannungen, die erahnen lassen, dass da etwas dahinterstecken könnte.

Cassie erstarrte. Sie merkte, wie sie unter der Berührung erschauerte, spürte, wie seine Haut auf ihrer Haut brannte, aber vor allem erkannte sie in seinen Augen jene dunkle Einsamkeit, die sie selbst jeden einzelnen Tag empfand. Einen Hunger, der sie beinahe verschlang. (MacDonald, s. 272)

Dinnerabende mit der hohen Gesellschaft Englands folgen damit für Cassie. Besonders aufgefallen ist auch der Charakter des Professor Tremain, der Cassie aus irgendeinem Grund scheint loswerden zu wollen. Es treten noch einige weitere, spannende Charaktere auf, aber an dieser Stelle will ich ja nicht zu viel verraten.

Anfangs geht die Geschichte etwas schleppend voran, aber mit jedem neuen kleinen Fünkchen Information, wächst der Drang, das Geheimnis endlich aufzudecken. In der Mitte des Buches etwa, kommt der Umschwung, welcher der Autorin sehr gut gelungen ist. Die Ereignisse überschlagen sich förmlich. Sie hat es geschafft eine düstere, mystische Atmosphäre zu schaffen, welche am Ende ihren Höhepunkt erreicht. Bis zum Ende, wusste ich nicht, welchem der Charaktere zu trauen ist. Deswegen konnte mich auch das Ende überzeugen, als endlich alles aufgeklärt wurde. Fasziniert war ich vor allen Dingen vom Aufbau der Geschichte, wie doch alles miteinander zusammenhängt, was auf den ersten Blick nicht so scheint, die Einblicke in die fiktive Universität waren sehr eindrücklich und alle Charaktere waren gut gezeichnet. Durch die bildhaften Beschreibungen hatte ich auch immer ein deutliches Bild vor Augen.

FAZIT:
Ich empfehle dieses Buch ganz klar weiter. Auch wenn Mystery nicht zu meiner liebsten Thematik gehört, hat mich dieses Buch überzeugt. Vielleicht deswegen, weil es zum größten Teil eher einem Krimi ähnelt und die mystischen Passagen erst am Ende auftreten. Es hält viele Rätsel und spannende Wendungen parat, die mich immer wieder überraschen konnten. Mit jedem neuen Kapitel wächst der Drang, das Geheimnis rund um Die Schule der Nacht aufzuklären. Gut geschrieben und gut aufgebaut, ich habe nichts zu bemängeln. Deswegen vergebe ich hier die volle Punktzahl.

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ZUR AUTORIN:
Ann A. McDonald wurde in Sussex geboren, studierte Philosophie, Politik und Wirtschaft in Oxford, um anschließend als Musikjournalistin und Unterhaltungskritikerin zu arbeiten. Heute lebt sie in Los Angeles und schreibt hauptberuflich Romane und Drehbücher. (Quelle: randomhouse.de)

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Rezension: Antonia Hayes – Die relative Unberechenbarkeit des Glücks

Heute melde ich mich mal wieder mit einer neuen Rezension zu Die relative Unberechenbarkeit des Glücks von Antonia Hayes! Zuerst einmal ein Dankeschön an den blanvalet Verlag für mein Rezensionsexemplar.

BUCHDETAILS:
hardcover
19,99 €
461 Seiten
erschienen im 08/2016
blanvalet

ZUM INHALT:
»Alles, was geschehen kann, geschieht auch. Und genauso kann man alles vermasseln und trotzdem ein guter Mensch sein.«

Der zwölfjährige Ethan hat ein paar ungewöhnliche Talente. Physik und Astronomie sind für ihn so selbstverständlich wie Lesen und Schreiben, und er sieht die Welt auf eine Weise, die anderen Menschen nicht begreiflich ist. Die wichtigste Person in seinem Leben ist seine Mutter Claire, aber je älter Ethan wird, desto öfter fragt er nach seinem Vater, den er nie kennengelernt hat. Er weiß nicht, dass er als Baby beinahe gestorben wäre und sein Vater in der Folge verurteilt wurde. Doch dann setzt ein unerwartet eintreffender Brief eine dramatische Kette von Ereignissen in Gang … (Quelle: randomhouse.de)

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MEINE MEINUNG:
Dieses Buch hat mich wirklich begeistert. Zuerst einmal gefiel mir der Schreibstil der Autorin sehr gut. Viele bedeutungsvolle Szenen waren wirklich sehr ausführlich und gut beschrieben, ich hatte das Gefühl, in die Geschichte eintauchen zu können. Die Geschichte an sich, war sehr gut aufgebaut. Der Protagonist, der zwölfjährige Ethan, der mit seiner alleinerziehenden Mutter in Australien lebt, hat einige außergewöhnliche Talente und verfügt über einen sehr hohen Intelligenzquotienten. Das macht ihn natürlich besonders, aber für seine Mitschüler gilt er als Freak, als Außenseiter und wird regelmäßig in der Schule gemobbt. Bei diesen Szenen konnte ich sehr gut mitfühlen, da man Ethan als süßen und liebenswerten Jungen kennenlernt und somit Mitleid für diesen Charakter entwickelt, da er selbst nicht versteht, was er falsch macht und irgendwann sogar selbst glaubt, mit ihm stimme etwas nicht. Und das stimmt auch in gewisser Weise, so erfährt man reativ schnell, dass in Ethans Leben etwas schlimmes passiert sein muss, was bei ihm bleibende Schäden hinterlassen hat. Hier konnte ich auch gut Hayes‘ Liebe zum Detail herauslesen, Ethans Krankheit wird anschaulich beschrieben, was die Geschichte irgendwie realer wirken lässt. Genauso verhält es sich auch mit der Physik – Ethan ist ein Wunderkind, versteht mit seinen zwölf Jahren mehr von Astronomie und physikalischen Vorgängen als manch anderer ausgebildeter Wissenschaftler. Leider kommt er mit diesen besonderen Fähigkeiten nur bei den Erwachsenen gut an, die ihn bewundern und fansziniert sind. Bei seinen Mitschülern kann er damit natürlich nicht punkten. Trotzdem findet er in Alison eine gute Freundin, zwar ganz anders als er selbst, trotzdem verstehen die beiden sich vom Tag ihrer ersten Begegnung an blendend.

Die Charaktere waren, meiner Meinung nach, sehr schön ausgearbeitet, vor allem auch Ethans Eltern Claire und Mark. Von seinem Vater weiß Ethan so gut wie nichts, da er die kleine Familie schon kurz nach Ethans Geburt verlassen hat. In dem Roman kommt Ethan an den Punkt, das alles zu hinterfragen, er hätte doch so gerne einen Vater. Durch Perspektivenwechsel und Rückblenden bekommt man als Leser einen detaillierten Einblick in das Leben der beiden Elternteile vor Ethan, und auch erzählt das Buch vom Beginn ihrer Liebesgeschichte. Die Autorin hat es geschafft, vor allem diese emotionalen Szenen zu beleben. Besonders rührend war die Rückblende in Ethans Grundschulzeit. Er erzählt von ihrer Aufgabe, eine Vatertagskarte zu gestalten.

„Will?“, flüsterte Ethan.
„Ja“, erwiderte Will, während er eine knallrote Krabbe mit riesigen Scheren malte.
„Darf ich deinen Dad abmalen? Ich weiß nicht, wie meiner aussieht.“ (s.68)

Und auch die Liebesszenen zwischen Ethans Eltern waren wunderschön ausgemalt. Ein wenig anstrengend waren die ganzen physikalischen Vorgänge, die sowohl von Ethan, als auch von seinem Vater Mark immer wieder beschrieben wurden. Aber das gehört nun mal zu den beiden Charakteren und macht das Buch einzigartig. Trotzdem sollte man wissen, dass der Roman wirklich voll von Physik und Astronomie ist! Diese ganzen Details habe ich teilweise natürlich nicht verstanden, aber das hat meine Freude an dem Buch nicht geschmälert. Denn langweilig wurde es nie.

FAZIT:
Dieses Buch hat mir wirklich supergut gefallen, aus dem einfachen Grund, dass so ziemlich alles darin verpackt ist – die große Liebe, Familienzusammenhalt, ein wenig oder auch viel Drama, aber auch Szenen zum lachen und freuen. Der Schreibstil hat mir wirklich sehr gut gefallen und auch die Liebe zum Detail. Man hat durch die vielen Fachbegriffe einfach gemerkt, wieviel Recherche und Arbeit dahinter stecken muss. Antonia Hayes hat Figuren mit Ecken und Kanten erschaffen, keiner der Charaktere ist perfekt und macht Fehler. Das lässt das ganze sehr authentisch wirken und auf 461 Seiten ist auch genug Platz, um Ethan, Claire und Mark kennen zu lernen. Einen kleinen Punkt Abzug nur, da es an manchen Stellen echt ein bisschen Physik weniger hätte sein dürfen. Das war zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig. 4/5 Herzen

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ZUR AUTORIN:
Antonia Hayes wuchs in Sydney auf, verbrachte ihre Zwanziger in Paris und lebt heute in San Francisco. Ihre Texte wurden in zahlreichen Magazinen veröffentlicht, außerdem arbeitete sie als Publizistin in der Verlagsbranche und als Buchhändlerin. »Ethan und die Schwerelosigkeit des Glücks« ist ihr Debütroman. (Quelle: randomhouse.de)

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Rezension: Jenny Milewski – Angstmädchen

Ich melde mich zurück! Nach einer viiiel zu langen Pause, habe ich nun endlich wieder Zeit mich meinen geliebten Büchern und auch meinem Blog zu widmen und starten würde ich gerne direkt mit einer Rezension zu Jenny Milewskis Angstmädchen. Meine Hausarbeiten sind geschrieben, ich bin endlich komplett umgezogen, wohne jetzt mit meiner besten Freundin in unserer WG. Das war der Grund, weshalb ich hier nicht mehr aktiv war, aber nach einem Monat Internetlosigkeit, kann es nun endlich wieder los gehen!

Bei diesem Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar, deshalb bedanke ich mich bei zuerst einmal bei Heyne dafür!

BUCHDETAILS:
paperback
13,99 €
335 Seiten
erschienen im 01/2017
heyne

ZUM INHALT:
Die junge, schüchterne Malin zieht in ein Studentenwohnheim ein. Zu ihrer großen Freude bekommt sie das einzige Zimmer, das über eine Badewanne verfügt. Doch dann erfährt sie, dass sich darin ein Mädchen namens Yuko die Pulsadern aufgeschnitten hat. Kurz darauf findet Malin Haarbüschel, die nicht von ihr stammen können, und als sie eines Nachts eine blasse Gestalt sieht, wird ihr klar, dass etwas in ihr Leben getreten ist, das sie nicht mehr loswird. Etwas, das ihr Angst macht – das auf sie wartet – wo immer sie auch hingeht … (Quelle: randomhouse.de)

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MEINE MEINUNG:
Besonders angesprochen hat mich die Tatsache, dass es sich bei der Autorin um eine Schwedin handelt und auch die Handlung in Schweden platziert ist. Durch mein Skandinavistik Studium interessiere ich mich sehr für die skandinavischen Länder und damit auch für die daraus stammende Literatur. Allerdings muss man erwähnen, dass man hiervon nicht allzu viel mitbekommt. Viel präsenter sind die japanischen Elemente, die sich durch den Thriller hindurchziehen, da ja die Protagonistin ein aus Asien nach Schweden adoptiertes Kind ist und auch Yuko war eine aus Japan stammende Austauschstudentin in Schweden. Was mir aber hierbei sehr positiv aufgefallen ist, ist die detaillierte Recherche der Autorin, da alle diese japanischen Elemente sehr gut ausgearbeitet sind und man einen sehr guten Einblick in die japanische Mythologie bekommt.

Beim Lesen des Buches war ich immer wieder hin und hergerissen, ob es mir denn jetzt gefällt oder nicht. Irgendwie konnte es mich nicht ganz überzeugen, es hat mich nicht mitgerissen. Das lag wahrscheinlich auch an den Charakteren, die mir sehr platt erschienen. Auch für die Protagonistin Malin konnte ich keine wirkliche Sympathie aufbringen, ich war teilweise richtig genervt von dem ständigen Selbstmitleid. Dauernd fühlt sie sich angegriffen und als Außenseiter, aufgrund ihrer asiatischen Herkunft. Das war für mich nicht wirklich nachvollziehbar. Und auch ihre Mitbwohner Torbjörn, Camilla, Rebekka, Pelle und Richard waren für mich nicht wirklich ernst zu nehmende Charaktere.

Die Handlung beginnt mit Malins Einzug in das Studentenwohnheim. Sie zieht in Yukos altes Zimmer und schnell erfährt sie auch von dem schrecklichen Ereignis, das sich in der Badewanne des Zimmers ereignet hat. Yuko hatte sich selbst die Pulsadern aufgeschnitten. Malin ist schockiert über diese Tatsache und fühlt sich selbstverständlich nicht mehr wirklich wohl. Sie fühlt sich mit Yuko verbunden und setzt es sich zum Ziel, die tragischen Hintergründe herauszufinden, die Yuko zu diesem Schritt getrieben haben. Nach und nach häufen sich die seltsamen Eregnisse auf ihrem Stockwerk im Wohnheim, seien es Schuhe, die im ganzen Flur verteilt wurden, oder auch ein komplett zerstörtes Wohnzimmer. Das ganze hat mich immer mehr an asiatische Horrorfilme erinnert, weshalb ich auch der Meinung bin, dass das Genre Thriller hier nicht wirklich zutrifft.

Nach einem ziemlich langwierigen Einstieg eskaliert die Situation auf einmal, als die Bewohner des Stockwerks Kontakt zu Yukos Geist aufnehmen und herausfinden, dass diese sich an ihnen rächen möchte. Malin befindet ich dann im Wetllauf gegen die Zeit, da die Vorfälle immer agressiver und brutaler werden. Sie muss dringend herausfinden, was Yuko so wütend gemacht hat. Die Auflösung dieser Frage empfand ich als unbefriedigend und etwas lächerlich.

FAZIT:
Im Großen und Ganzen muss ich also sagen, dass mich dieses Buch nicht wirlich überzeugen konnte. Es wirkt irgendwie wie ein netter Versuch, der missglückt ist. Vielleicht lag das aber auch an meinen Erwartungen, da mich der Klappentext sehr angesprochen hat. Dieses Buch war meiner Meinung nach schwer zu bewerten, weil es wirklich nicht schlecht war, aber irgendwie auch nichts besonderes. Deswegen gebe ich eine mittlere Bewertung und damit 3/5 Herzen!

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ZUR AUTORIN:
Jenny Milewski, geboren 1971, liebt Thriller und Horror. Sie arbeitet in der Werbebranche und hält neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit Vorträge über Spannung in Literatur und Film. In der schwedischen Szene hat sie bereits einen Namen und steht mit ihrem Debütroman Skalpelltanz für eine neue Thrillergeneration. Jenny Milewski lebt mit ihrem Mann in Malmö.
(Quelle: randomhouse.de)

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THRILLER Neurscheinungen im Januar 2017

Das neue Jahr steht vor der Tür und damit beginnt auch ein neues Buch-Jahr, mit hoffentlich vielen spannenden Neuerscheinungen und Geschichten zum eintauchen, genießen und fallen lassen. Die Kategorie die ich heute vorstelle, soll vor allem aber eins, nämlich packen, fesseln und den Lesern eine Gänsehaut einjagen!

Ich bin ein großer Thriller-Fan und habe mich deshalb umgesehen, was uns im kommenden Monat den erwartet. Dabei bin ich auf vier spannende Geschichten gestoßen, die mich neugierig gemacht haben und die gerne vorstellen würde, vielleicht lässt sich ja der Ein oder Andere auch davon begeistern.


DEAR AMY – Er wird mich töten, wenn du mich nicht findest
von Helen Callaghan (10. Januar 2017)

978-3-426-65420-0_druck-jpg-36019867Klappentext:
Die Opfer: 15 Jahre jung und verschwunden, für immer
Der Täter: zu allem fähig und niemals zufrieden
Die Erzählerin: psychisch labil und höchst unzuverlässig …

Die Lehrerin Margot Lewis ist extrem beunruhigt, als ein 15-jähriges Mädchen aus ihrer Klasse verschwindet. Sie ist überzeugt, dass Katie entführt wurde, auch wenn die Polizei dafür noch keinerlei Beweise hat. Dann erhält Margot, die nebenbei die Ratgeber-Kolumne „Dear Amy“ führt, einen unheimlichen Brief: Darin fleht ein Mädchen um Hilfe, das vor 15 Jahren spurlos verschwand. Ein Graphologe bestätigt die Echtheit des Briefes – und dass er nagelneu ist.
Margot, deren Gemütszustand sich rapide verschlechtert, verbeißt sich regelrecht in die Fälle, will unbedingt helfen. Doch was verschweigt sie selbst?
(Quelle: droemer-knaur.de)

Meiner Meinung nach hört sich das doch sehr vielversprechend an. Die Autorin ist mir unbekannt, was natürlich daran liegen könnte, dass dies ihr Debütroman ist 😀 Ich würde ihr gerne eine Chance geben und überlege, mir dieses Buch zuzulegen! In Großbritannien war sie bereits schon sehr erfolgreich mit Dear Amy.

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Angstmädchen
von Jenny Milewski (09. Januar 2017)

351_43880_177071_xxlKlappentext:
Die junge, schüchterne Malin zieht in ein Studentenwohnheim ein. Zu ihrer großen Freude bekommt sie das einzige Zimmer, das über eine Badewanne verfügt. Doch dann erfährt sie, dass sich darin ein Mädchen namens Yuko die Pulsadern aufgeschnitten hat. Kurz darauf findet Malin Haarbüschel, die nicht von ihr stammen können, und als sie eines Nachts eine blasse Gestalt sieht, wird ihr klar, dass etwas in ihr Leben getreten ist, das sie nicht mehr loswird. Etwas, das ihr Angst macht – das auf sie wartet – wo immer sie auch hingeht … (Quelle: randomhouse.de)

Das ist ein Thriller ganz nach meinem Geschmack! Fast schon ein bisschen zu gruselig.
Die Autorin kommt aus Schweden und hat bis jetzt schon einen anderen Thriller – Skalpelltanz – veröffentlicht. Das ist mir bis jetzt aber auch unbekannt, deswegen würde dieses Buch auch etwas ganz Neues für mich sein.

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Der Kreis der Rabenvögel
von Kate Mosse (10. Januar 2017)

978-3-426-28146-8_druck-jpg-36418576Klappentext:
England, 1912: Connie, die Tochter des Tierpräparators Gifford, lebt zurückgezogen mit ihrem Vater in der Nähe des kleinen Dorfes Fishbourne. Connie kann sich seit einem Sturz vor vielen Jahren nicht mehr an ihre Kindheit erinnern; ihr Vater verweigert jegliche Auskunft. Connie spürt, dass etwas nicht stimmt, denn erste Erinnerungsfetzen kehren zurück, sie fühlt sich beobachtet und verfolgt. Als man eine Leiche in den Sümpfen findet, holt die Vergangenheit Connie, ihren Vater und eine Reihe scheinbar unbescholtener Bürger auf grausame Weise ein.
(Quelle: droemer-knaur.de)

Na gut, dieses Buch hier fällt eher in das Gerne historischer Spannungsroman, allerdings finde ich, dass die Handlung trotzdem ganz gut in meine Vorstellungsrunde hier passt. Zumindest mal nach dem Klappentext, ganz genau kann man das wohl erst nach dem Lesen beurteilen…

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Alleine bist du nie
von Clare Mackintosh (13. Januar 2017)

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Zoe Walker führt ein komplett durchschnittliches Leben in einem Londoner Vorort: Sie ist geschieden, hat zwei Kinder und einen langweiligen Job. Eines Tages entdeckt sie auf dem sonst so ereignislosen Heimweg ein Foto von sich in der U-Bahn, daneben eine ihr unbekannte Telefonnummer. Bloß eine harmlose Verwechslung? Zoe ahnt, dass es hier um mehr gehen muss. Doch noch weiß sie nicht, in welcher Gefahr sie schwebt – und wie bald sie alles zu verlieren droht, was sie liebt. (Quelle: luebbe.de)

Zuallererst dachte ich bei diesem Romantitel an einen Liebesroman. Dann habe ich mir das Cover angeschaut und das Erste, das mir dazu einfiel, war das Buch Girl on the train von Paula Hawkins, das mich auch sehr begeistert hatte. Die Geschichte hat durchaus ihren Reiz und könnte sehr spannend sein…

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Bei all diesen spannenden Thrillern weiß ich so gar nicht recht, wo ich denn jetzt zuschlagen soll. Ich bin sehr gespannt, welcher davon bald in meinen Händen landen wird! Vielleicht gefällt ja sonst jemandem hier einer meiner Vorschläge. Ich wünsche auf jeden Fall allen einen Guten Rutsch ins Neue Jahr 2017!

Rezension: Anna Jansson – Das Schicksal wartet beim Friseur

Zuerst bedanke ich mich hiermit bei dem btb Verlag für dieses Rezensionsexemplar! Es handelt sich dabei um Das Schicksal wartet beim Friseur von Anna Jansson.

BUCHDETAILS:
taschenbuch
9,99€
386 seiten
erschienen im 11/2016
btb verlag

ZUM INHALT:
Auf dem Södertorg in Visby, Gotland liegt mein Friseursalon, der Salon d’Amour. Der Name ist deshalb so passend, weil meine beiden Schwestern und ich uns in unseren Friseursalons nicht nur um Ihre Frisur, sondern vor allem auch darum kümmern, einen passenden Partner für Sie zu finden. Wir überlassen es niemals dem Zufall, neben wem Sie frisiert werden.

Angelika Lagermark, Ende vierzig, seit sieben Jahren Witwe, ist leidenschaftliche Friseurin und eine ebenso leidenschaftliche Kupplerin. Sie hat es sich zum Lebensziel gemacht, Menschen zur Liebe zu verhelfen. Alles läuft ganz wunderbar, bis die Idylle in Visby eines Tages gestört wird: ein Betrüger verkauft die Häuser einiger Bewohner der Stadt im Internet, und ausgerechnet Angelika fällt ihm zum Opfer. Dann beschleicht sie ein Verdacht: Ist der Verbrecher am Ende der Unbekannte, in den sie sich heimlich verliebt hat? (Quelle: randomhouse.de

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MEINE MEINUNG:
Das Buch handelt also von Angelika und Ricky den Friseuren des Salon d’Amour, die nicht nur im Haareschneiden, sondern auch in der Heiratsvermittlung und Verkupplung ihre Berufung sehen. Sie haben dafür ihr eigenes System entwickelt, bei dem sie ihre Kunden und Kundinnen einstufen und potenzielle Pärchen an dem selben Termin erscheinen lassen.

Der Roman beginnt mit einer Einführung, bei der die Protagonistin die Leser begrüßt und sie anspricht. So wird eine Verbindung zwischen Leser und Figuren hergestellt und man kommt den verschiedenen Charakteren näher. Man lernt die Personen kennen und die Wichtigkeit des Friseur-Berufs wird ausführlich dargestellt, was wirklich sehr charmant rüber kommt. Die Geschichte wird aus der Sicht von Angelika Lagermark, Ende vierzig, seit sieben Jahren verwitwet, geschildert. Obwohl sie ihren Mann Joakim durch einen Unfall verloren hat, strahlt sie eine Positivität aus. Man lernt sie wunderbar kennen, mit all ihren Schwächen und Stärken und durch kleinere emotionale Tiefs, wird sie sympathisch. Sie baut eine gewisse Nähe zu den Lesern auf und lässt hinter die Fassade der perfekten und immer fröhlichen Friseuse blicken. Genauso erging es mir auch mit Ricky, einer Art „Ersatzsohn“, 25 Jahre alt. Angelika hat es sich zum Ziel gesetzt Ricky zu „erziehen“, in Form von Kochlektionen sonntags, beispielsweise. Beides sind gut und ausführlich gezeichnete Personen und der Raum, den der Roman bietet um beide kennen zu lernen, wird wirklich perfekt genutzt.

Was mir besonders gut gefallen hat, waren die schwedischen Namen und auch die skandinavischen Bräuche die man kennen lernt. Als Skandinavistik-Studentin hat mir das sehr viel Freude bereitet zu lesen und als Leser wird man in eine andere Kultur entführt, irgendwie romantisch und märchenhaft. Das Buch liest sich durch den lockeren Schreibstil leicht und flüssig, wirkt frisch und man kommt sehr schnell voran. Das Buch versprüht eine gewisse Leichtigkeit, wobei ich mir immer wieder die Frage gestellt habe, ob ich diese Leichtigkeit nun mal mit Skandinavien verbinde. Man hat stets eine freundliche und verträumte Umgebung vor Augen, die eine Vertrautheit schafft. Das hat die Autorin sehr gut hinbekommen, genauso wie die verschieden Kunden von Angelika und Ricky, die alle eine ganz außergewöhnliche und gut ausgefeilte Persönlichkeit bekommen. Der Leser bekommt erfrischende Storys geliefert, was die verschiedenen Nebencharaktere irgendwie auch zu Protagonisten werden lässt. Für jeden Charakter hat man dann ein genaues Bild vor Augen, so erging es zumindest mir beim Lesen, was mir immer wieder positiv aufgefallen ist.

Das große Thema des Romans ist die Liebesgeschichte zwischen Angelika und dem gutaussehenden Unbekannten, dem sie zufällig begegnet und der ihr lange Zeit nicht mehr aus dem Kopf gehen will. Ein weiteres Thema ist der Betrüger, der die Gegend unsicher macht und Häuser verkauft, darunter auch das Haus von Angelika. Immer wieder stellt man sich die Frage, ob denn Angelikas Unbekannter hinter diesem Betrug steckt. Nicht so gut gefallen hat mir die Schnelligkeit, mit der die Liebesgeschichte einsetzt. Alles beginnt so wahnsinnig schnell und von jetzt auf gleich ist Angelika verliebt, was für mich unglaublich naiv rüberkam. Das Ganze wirkt sehr überstürzt, da es beispielsweise nach der ersten Unterhaltung gleich zu einem Kuss kommt.

Ein weiteres großes Thema ist der Email-Kontakt zu Sindbad, dessen wahre Identität lange verschleiert bleibt. Dieser schreibt sehr poetisch und wohlklingende Emails, welche die Neugier des Lesers wecken.

Das Buch endet mit der Verabschiedung Angelikas von den Lesern, dadurch hat der Roman einen Briefcharakter, was mir wirklich sehr gut gefallen hat. Man kommt den Figuren dadurch sehr nahe und ich konnte mir durch den präzisen Schreibstil der Autorin alles sehr gut und detailliert vorstellen.

FAZIT:

Das Buch hat mir viel Spaß gebracht, der Schreibstil war nett, aber nichts besonderes. Es war ein wirklich warmherziger Roman, in welchem die Figuren mir so gut wie alle, sehr sympathisch waren. Negativ war für mich das Rasche, alles ging so schnell, die Liebesgeschichte, wie auch das Aufdecken des Betrugs. Seltsam empfand ich auch die Reaktion Angelikas auf den Betrug, da sie doch sehr gelassen rüber kam. Ansonsten war Das Schicksal wartet beim Friseur erfrischend und schön zu lesen. Keine Meisterleistung, aber trotzdem eine Empfehlung wert!

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ZUR AUTORIN:
Anna Jansson wurde 1958 auf Gotland geboren, wo auch all ihre Bücher spielen. Ihre Kriminalromane über die Kommissarin Maria Wern haben sich fast zwei Millionen Mal verkauft. Sie wurden in fünfzehn Sprachen übersetzt und sind außerdem als Fernsehserie auch international sehr erfolgreich.
Anna Jansson hat drei erwachsene Kinder. Mit ihrem Lebensgefährten lebt sie in der Nähe der mittelschwedischen Stadt Örebro. (Quelle: randomhouse.de)

Hier geht’s zum Buch!

Winter – Book – Tag

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Vor ein paar Tagen hat Emily von Stopfi’s Bücherwelten mich nominiert, für den Winter Book Tag! Danke dafür, ich freue mich 🙂

Die Fragen sind Englisch, aber ich antworte auf Deutsch.

1. Snow: It is beautiful when it first falls, but then it starts to melt. A book/book series that you loved at the beginning, but then, at the middle of it, you realized you don’t like it any longer.

Zu dieser Frage fällt mir jetzt nur eine Reihe ein – nämlich die Reihe um Ana Steele und Christian Grey. Fifty Shades of grey – Geheimes Verlangen – Gefährliche Liebe – Befreite Lust von E. L. James. Ich besitze alle drei Bücher, jedoch bin ich nur bis in die Mitte des zweiten Bandes gekommen und habe es dann abgebrochen. Das erste Buch habe ich gerne gelesen, aber ich glaube, ich wollte lediglich raus finden, ob Christian und Ana denn nun zusammen kommen oder nicht. Als diese Frage dann beantwortet war, habe ich das Interesse verloren.

2. Snowflake: Something beautiful and always different. Choose a book that stands out, that is different from all the other books you’ve read.

Hier kann ich jetzt nicht wirklich was dazu sagen, es gibt so viele tolle Bücher, aber ich könnte jetzt nicht sagen, das eines davon „besonders“ oder „anders“ ist. 😀

3. Snowman: It is always fun to make one with your family. Choose a book that your whole family could read.mieses-karma-sonderausgabe-9783499266768_xxl

Also wenn ich jetzt spontan an ein Buch denke, das besonders Spaß gemacht hat und wirklich etwas für die ganze Familie wäre, dann würde ich vielleicht Mieses Karma
von David Safier nennen. Mittlerweile sind in meiner Familie alle alt genug, um dieses Buch verstehen zu können und ich denke dass eine humorvolle Geschichte das Einzige wäre, das meine komplette Familie überzeugen könnte! 😀

 

4. Christmas: Choose a book that is full of happiness, that made you warm inside after reading it.

dsc05973Auch das finde ich sehr schwer zu beantworten. Dazu fällt mir jetzt mein aktuelles Buch ein, nämlich Annähernd Alex von Jenn Bennett. Das Buch ist zwar nicht „full of happiness“, dennoch macht es mich irgendwie glücklich und „warm inside“, weil ich die Thematik und die Liebeserfahrungen der Protagonistin Bailey soo schön erzählt finde. Sobald ich damit fertig bin, kommt natürlich auch eine Rezension dazu.

 

5. Santa Claus: He brings wonderful presents. Choose a book that you’d like to get for Christmas.

Nur eines ? 😀 Naja gut, dann muss ich mich jetzt wohl auf ein 9783959671248_1478783340000_xxlBuch beschränken, wobei es tatsächlich wesentlich mehr sind, die der liebe Weihnachtsmann mir bringen darf…
Und zwar habe ich vor Kurzem die Rezension von Aschenkindel von Halo Summer bei Stellette reads gelesen, die mich nun wahnsinnig neugierig auf dieses Buch gemacht hat! Deswegen steht Aschenkindel auf meiner Wunschliste für Weihnachten.

 

 

6. Snow bowling: It can be painful to be hit by a snowball. Choose a book that hurt, that made you feel some strong emotion, like sadness, or anger.

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Traurig wurde ich bei dem Buch Beim Leben meiner Schwester von Jodi Picoult. Das Thema ist einfach so unfassbar traurig. Die kleine Schwester, die im Prinzip, der großen Schwester beim Sterben zusehen muss…

 

 

 

7. Sledding: We all loved it when we were younger. Choose a book that you loved when you were a child.9783570172148_1461748724000_xxl

Das ist für mich wirklich ganz einfach 😀 Geliebt habe ich alle Bücher der Reihe Fünf Freunde von Enid Blyton. Ich glaube, es gibt kein Buch davon, das ich nicht gelesen habe. Aber grundsätzlich habe ich alles von Enid Blyton gelesen, zum Beispiel die Hanni&Nanni Reihe.

 

 

 

8. Frostbite: Choose a book that you were really disappointed in.

9783453437951_1438933739000_xxlEnttäuscht war ich wohl ein wenig von Joyland von Stephen King. Klar, es war kein schlechtes Buch und im Großen und Ganzen habe ich es auch gerne gelesen, aber irgendwie hat es meine Erwartungen nicht ganz erfüllt. Es war mein erstes Stephen King-Werk und ich habe ja nun wirklich nur Gutes über ihn gehört. Von seinem Schreibstil war ich auch wirklich sehr angetan, aber irgendwie konnte mich die Story nicht ganz überzeugen. Deswegen muss ich wohl noch ein paar andere Bücher von ihm lesen 🙂

 

 

9. Reindeer: Something that is dear to us. Choose a book that is of great sentimental value to you.

drei_meter_ueber_dem_himmel-9783551356819_xxlHier muss ich ein Buch nennen, das ich schon in meine Kategorie der Herzensbücher gesteckt habe, nämlich Drei Meter über dem Himmel von Federico Moccia. Ich habe dieses Buch vor etwa 6 Jahren gelesen und habe es immer noch so positiv in Erinnerung, weil es natürlich um zwei Liebende geht die nicht viel älter waren, als ich es damals war. Es ist einfach ein Jugendbuch, das süß und romantisch von der ersten Liebe erzählt.

 

Ich danke Emily von Stopfi’s Bücherwelten für die Nominierung! Die Fragen sind doch cool oder ?

Ich tagge:

Vielleicht habt ihr ja auch Lust mitzumachen! 🙂