Rezension: Applepie Stories – Naoma Clark

Als ich den Klappentext zu Applepie Stories las, dachte ich, das wäre mal eine andere Art Liebesgeschichte – eine Liebesgeschichte mit einem Hauch Magie. Deswegen wollte ich es unbedingt lesen, vor allem zur Weihnachtszeit passt ein klein bisschen Magie doch immer gut. Das Lesen hat sich dann doch etwas verschoben und ich habe erst im Januar damit angefangen. Trotzdem konnte mich die Geschichte total fesseln – zumindest am Anfang…

BUCHDETAILS:
taschenbuch
15,99 euro
468 seiten
erschienen im 12/2018

piper

ZUM INHALT:
Lola Applepies Leben befindet sich auf dem absoluten Tiefpunkt, als sie eines abends beschwipst und traurig ein altes Rezept ihrer Großmutter findet. Die „Fairy Cupcakes“ sollen einem bei Verzehr jeden Wunsch erfüllen. Also backt Lola die kleinen Zauberkuchen. Einen davon frisst ihr Mops Charles, der sich prompt in einen weißen Hengst verwandelt. Sie selbst hat nur einen einzigen Wunsch: Endlich dem Mann fürs Leben begegnen! Doch die magischen Gebäcke haben ihre eigenen Regeln und Lola hat es bald mit zwei Traummännern zu tun: Jack und Patrick. Dabei meint es nur einer wirklich ernst mit Lola. 
Ein modernes Märchen, das überall ein bisschen Feenstaub in den Herzen der Leser zurücklässt. (Quelle: piper.de)

MEINE MEINUNG:
Die Geschichte wird aus der Sicht der Protagonistin Lola Applepie erzählt. Eine sehr sympathische junge Dame, mit einem sehr starken Hang zum Drama. Das hat aber super zusammengepasst, denn Lola war zwar einerseits sehr naiv und dramatisch, andererseits aber auch einfach nur liebenswert. Die Geschichte wird mit vielen Metaphern und unzähligen witzigen Vergleichen ausgeschmückt, sodass es unglaublich Spaß gemacht hat, Lolas Liebesgeschichte zu verfolgen.

„Dieses Lächeln ist süßer als Schokolade an einem verregneten Nachmittag, wärmer als jeder Tee im Schneesturm und einladender als jedes sensationsheischende Rabattschild an einer Londoner Edelbotique.“ (Pos. 754, kindle-Version)

Zu Beginn befindet sich Lola in einer Lebenskrise – ihr Ex-Freund hat sie für eine Andere verlassen und das hat sie nach einem Jahr immer noch nicht verkraftet. Trostsuchend hat sie sich einen kleinen Mops gekauft – Charles – der tatsächlich allein durch Beschreibungen zu meinem Lieblingscharakter neben Lola wurde. Lola betreibt das Little Birds, ein schnuckeliges kleines Café, das sie von ihrer Granny geerbt hat. Sie stößt in dem Rezeptbuch ihrer Großmutter auf ein Rezept für die Fairy Cupcakes, die angeblich magische Wunder bewirken und einen Wunsch erfüllen, sobald man einen davon isst. Natürlich wünscht sich Lola nichts sehnlicher als ihren Traumprinzen und zack – geht der Wunsch auch schon in Erfüllung. Die Nebenwirkungen sind ihr allerdings nicht bewusst, denn nach Traummann Nummer eins wird ihr auch schon ein zweiter geschickt – aber nur einer meint es wirklich ernst…

Der Schreibstil der Autorin konnte mich wirklich voll und ganz überzeugen. Das Buch war sehr ironisch und witzig geschrieben. Natürlich war die ganze Geschichte furchtbar kitschig und klischeebehaftet, aber das war mir schon klar, als ich den Klappentext las. Darauf sollte man sich einstellen, bevor man dieses Buch zur Hand nimmt. Das große Thema, um das sich die ganze Geschichte dreht, ist selbstverständlich die Liebe – dementsprechend war die große Liebe auch sehr übertrieben und kitschig dargestellt, was aber okay war, weil die Geschichte allgemein sehr märchenhaft beschrieben wurde. Es geht schließlich auch viel um die Magie der Fairy Cupcakes. Trotzdem war es kein Fantasy-Buch, eher ein Buch, das vielleicht ein kleines bisschen zum Träumen anregen soll. Die Handlung wird mit der Zeit immer mysteriöser und geheimnisvoller, bis man nicht mehr weiß, was man eigentlich glauben kann.

Das sind die positiven Dinge, allerdings haben diese etwa in der Hälfte des Buches nachgelassen. Um nicht zu viel zu verraten, möchte ich an dieser Stelle nur erwähnen, dass das Buch in zwei Hälften geteilt ist und die zweite Hälfte nicht mehr aus der Sicht Lolas erzählt wird. Das war auch der Punkt, an dem mein Interesse abnahm. Dieser Teil des Geschehens hat mich eher kalt gelassen, da die süße und sympathische Protagonistin irgendwie gefehlt hat, auch wenn es weiterhin um sie ging. Teilweise musste ich Passagen leider überspringen, da ich das alles sehr langweilig fand und mich ein bisschen voranquälen musste. Kitsch hatte ich zwar zu Beginn des Buches akzeptiert, in der zweiten Hälfte war das aber Alles nur noch sehr unauthentisch und die Geschehnisse und Ereignisse, die Schlag auf Schlag aufeinanderfolgen, waren mir irgendwie zu sehr an den Haaren herbeigezogen und zusammengewürfelt. Am Ende war ich so genervt, da der Witz des Anfangs durch den Perspektivenwechsel und des neuen Protagonisten total eingebüßt wurde.

FAZIT:
Schade, das Ende konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen. Die Geschichte hat so toll begonnen und es war wirklich witzig Lolas Faux-Pas und ihre Liebesgeschichten zusammen mit Charles, dem Mops, zu verfolgen. Das Buch ist ein richtiges Wohlfühl-Buch, eine heitere Bonbon-Story und vielleicht entspricht die zweite Hälfte auch einfach nicht meinem Geschmack. Da ich es ab dem Perspektivenwechsel allerdings langweilig fand, kann ich es leider nur mittelmäßig bewerten.

*Werbung. An dieser Stelle vielen Dank an den Piper-Verlag für die Bereitstellung eines e-book-Exemplars. Das hat meine eigene Meinung nicht verfälscht.

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