Rezension: I’ll be there for you – Kelsey Miller

„Oh, ich wünschte, ich könnte, aber ich will nicht!“ Phoebe

Meine Liebe zu Friends ist kaum in Worte zu fassen. Wie oft ich die Serie schon gesehen habe, kann ich gar nicht mehr genau sagen. Und das obwohl ich eigentlich zu jung für diese Serie bin. Schließlich wurde die erste Folge ausgestrahlt, da war ich noch nicht einmal geboren. Trotzdem zählt sie für mich zu den besten Serien aller Zeiten und mit dieser Meinung stehe ich mit Sicherheit nicht alleine da. Aber was hat diese Serie an sich, dass sie auch heute noch Millionen Zuschauer in ihren Bann zieht und sie zum lachen und zum weinen bringt? Mit dieser Frage beschäftigt sich auch Kelsey Miller, Redakteurin und ebenfalls großer Friends-Fan, in ihrem Buch I’ll be there for you.

BUCHDETAILS:
paperback
15,00 euro
366 seiten
erschienen im 11/2018
heyne

 ZUM INHALT:
Sie war die erfolgreichste Serie der Neunziger: Friends. 1994 flimmerte sie das erste Mal über die Bildschirme und machte die Charaktere Ross, Rachel, Monica, Chandler, Joey und Phoebe schlagartig berühmt. Obwohl 2004 Schluss war, hat die Sitcom bis heute Kultstatus. Die Popkultur-Expertin Kelsey Miller hat mit den Machern der Serie und ihren unzähligen Gaststars gesprochen. Sie erzählt ikonische Momente, Anekdoten von den Dreharbeiten und spannende Hintergrundgeschichten; zeigt, wie stilbildend Friends war – vom Aufstieg der Coffee-Shop-Kultur bis zur berühmtesten Frisur der Welt: The Rachel –, und erklärt, warum eine Sitcom über sechs Twentysomethings das Fernsehen für immer verändert hat. Das ultimative Fanbuch zur besten Serie aller Zeiten! (Quelle: randomhouse.de)

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MEINE MEINUNG:
Als ich sah, dass bald ein Buch über meine Lieblingsserie erscheinen würde, war für mich natürlich sofort klar, dass ich es lesen muss. Das Buch erreichte mich am Tag der Erscheinung und ich war etwas überrascht – das Buch ist nämlich eher ein Roman, nicht wie erwartet ein klassisches Sachbuch. Und ich glaube diese Tatsache, hat es für mich noch interessanter werden lassen. Die Autorin schreibt aus ihrer eigenen Sicht und versucht dabei, dem Phänomen Friends auf den Grund zu gehen. Dabei erzählt sie Anekdoten und Hintergrundgeschichten, die sie mittels Interviews erfahren hat. Immer wieder musste ich schmunzeln, da der Bezug zu der Serie selbstverständlich immer gegeben war und man als Fan jedes Mal die entsprechende Szene vor Augen hat. An dieser Stelle kann ich also schon einmal sagen, wie viel Spaß mir dieses Buch gemacht hat.

„Na, wie geht’s denn so?“ Joey

Der Roman beginnt mit einer tollen Einführung, einer Szene aus dem Leben der Autorin, wie sie sich ins Fitness-Studio begibt und während des Sports eine Folge Friends ansieht. Sie berichtet von ihrem persönlichen Bezug zu der Serie und schildert die Beziehung so gut, dass ich mich als Friends-Fan sofort selbst in ihrer Schilderung wiederfinde. Man kommt in die Phase des nostalgischen Erinnerns und sofort habe ich Staffel 1 gestartet und wieder mit der Serie begonnen.

Nach dieser wunderbar süßen Einleitung beginnt der Hauptteil der Geschichte. Im Prinzip sind das Hintergrundinformationen zur Entstehung der Serie. Zu erst einmal klingt das unglaublich trocken und sachlich und eigentlich kann man das ja auch auf Wikipedia nachlesen… Die Autorin schafft es aber, gewitzt und mit einem gewissen Hang zur Ironie, eine tolle Geschichte daraus zu zaubern, die den Leser fesselt und in ihren Bann zieht. Außerdem erklärt sie, wieso dieses ganze Konzept eigentlich zum Scheitern verurteilt war und weshalb es dennoch funktioniert hat und was hinter dem Erfolg von Friends steckt. Durch die Geschichte ziehen sich zahlreiche Anekdoten und auch die Vorgeschichte der einzelnen Hauptdarsteller, aber auch der Macher der Serie, wird beleuchtet und romanhaft erzählt. So macht es einfach nur Spaß die Entstehungsgeschichte kennenzulernen und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Ich hatte das Gefühl, die einzelnen Schauspieler hinter ihren Rollen kennenzulernen und die einzelnen Figuren noch mehr ins Herz zu schließen, als ich es sowieso schon getan hatte.

Trotzdem ist es keine lockerleichte Puderzuckergeschichte, auch die knallharten Gagenverhandlungen und Fehler, die die Serie, ihre Macher und ihre Darsteller machten, wird aufgezeigt und diskutiert. Das alles passiert aber in so einem wunderbaren Schreibstil, dass ich als Leser nicht das Gefühl hatte, ein trockenes Sachbuch zu lesen und in die Geschichte einsteigen konnte, wie in einen gut geschriebenen Roman.

Kelsey Miller weiß wovon sie schreibt und führt zahlreiche Beispiele aus der Serie an, sodass der Friends-Fan sofort weiß, wovon sie spricht. Sie schreibt dabei mit einer gewissen Nähe zum Leser und als das Buch dem Ende zuging, habe ich ein ähnlich beklemmendes Gefühl gehabt, wie auch beim Ende der Serie.

FAZIT:
Dieses Buch ist ein Muss für jeden Friends-Fan. Ihr wollt die Figuren nach dem Ende der Serie noch nicht loslassen und ein noch ein bisschen mehr Zeit mit ihnen verbringen? Dann solltet ihr zu diesem wunderbaren Buch greifen, das tolle Hintergrundgeschichten und Anekdoten zu bieten hat und Euch eure Lieblingscharaktere noch ein Stückchen näherbringt. Das Buch zählt definitiv zu meinen Jahreshighlights 2018 und als großer Friends-Fan bekommt es in meinem Bücherregal einen Ehrenplatz.

5-herzen

*Werbung: Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an das bloggerportal! Die Bereitstellung hat meine Meinung in keiner Weise beeinflusst.

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