Rezension: One small thing – Eine fast perfekte Liebe – Erin Watt

„Im Ernst? Ich habe nicht nur jedes Wochenende ein paar Stunden ohne meine Eltern, sondern kann sie auch noch mit Chase verbringen? Da ist es mir doch glatt egal, wie viel Kacke ich dafür wegschaufeln muss. Das ist jeden Haufen wert.“ (Watt 2018, S. 215)

Mit One small thing des Autorenduos Erin Watt, halte den perfekten Young Adult Roman in den Händen. Es hat alles was eine solche Geschichte ausmacht – viel Drama, Schicksalsschläge, Hindernisse und natürlich eine ergreifende Liebesgeschichte.

BUCHDETAILS:
paperback
12,99 euro
erschienen im 09/2018
368 seiten
piper

ZUM INHALT:
Seit dem tragischen Tod ihrer Schwester ist im Leben von Beth nichts mehr so, wie es war. Sie vermisst ihre engste Vertraute schmerzlich, und ihre Eltern sind seither so ängstlich, dass sie Beth auf Schritt und Tritt bewachen. Doch eines Nachts schleicht sie sich heimlich zu einer Party. Dort trifft sie Chase, einen attraktiven und charmanten jungen Mann, der gerade erst in die Stadt gezogen ist. Sofort knistert es zwischen den beiden, und Beth schwebt im siebten Himmel. Bis sie erfährt, dass Chase ein düsteres Geheimnis hütet, das mit dem Tod ihrer Schwester eng verwoben ist … (Quelle: piper.de)

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MEINE MEINUNG:
Mit One small thing des Autorenduos Erin Watt, halte ich den perfekten Young Adult Roman in den Händen. Er hat alles was eine solche Geschichte ausmacht – viel Drama, Schicksalsschläge, Hindernisse und natürlich eine ergreifende Liebesgeschichte.

Zu Beginn der Geschichte lernt der Leser Beth kennen, ein siebzehnjähriges Mädchen, das den tragischen Verlust ihrer großen Schwester verarbeiten muss. Natürlich ist Beth traurig, dennoch versucht sie zu leben. Ihre Eltern sehen die Dinge ein wenig anders und überbehüten sie, sind regelrechte Helikopter-Eltern, die jeden Schritt ihrer Tochter überprüfen. Ich war teilweise sehr schockiert von den Handlungen ihrer Eltern, allerdings konnte ich das Verhalten auch nachvollziehen, schließlich haben sie ein Kind verloren. Trotzdem war es für mich dann auch keine Überraschung, dass Beth in jeder Hinsicht versuchte zu rebellieren und aus dem Gefängnis ihrer Eltern zu entkommen. Selbstverständlich sind ihre Aktionen auch kindisch, wir haben hier ja auch eine 17-jährige Protagonisten, weshalb ich ihre Reaktionen auch immer verständlich fand.

So kommt es dann auch, dass Beth sich heimlich auf eine Party schleicht und dort den gutaussehenden Chase kennenlernt. Sie findet schnell Gefallen an dem Fremden. Das Kennenlernen der Beiden ist nicht sonderlich romantisch, trotzdem fand ich es auch mal abwechslungsreich, dass die Protagonistin nicht auf Anhieb den ihr vom Schicksal bestimmten Seelenverwandten mit nur einem einzigen Blick in seine Augen erkennt und sofort weiß, dass das die große Liebe ihres Lebens sein wird. Hier kam mir das Ganze viel realitätsnaher und doch sehr süß vor.

Ansonsten möchte ich nicht viel mehr dazu sagen, um die Geschichte nicht zu spoilern, obwohl der Klappentext auch schon einiges verrät. Beth findet sehr schnell heraus, dass Chase etwas mit dem Tod ihrer Schwester zu tun hat und das macht ihre Beziehung natürlich auf den ersten Blick unmöglich. Dennoch kann sie nicht ganz von ihm lassen und die Geschichte behandelt hauptsächlich die Frage, ob sie das Drama gemeinsam überwinden werden und glücklich sein können. Dabei stellen sich ihnen viele Hindernisse in den Weg. Chase wird an ihrer Schule von jedem gehasst, sogar die Lehrer sind teilweise gegen ihn. Er wird gemobbt und ausgegrenzt. Es gab Momente, da konnte ich nur den Kopf schütteln über das Verhalten seiner Mitschüler. Ich war fassungslos und wollte Chase am liebsten in den Arm nehmen.

Die Charaktere, vor allem Beth und Chase, gefielen mir ausgesprochen gut. Besonders Beths Entwicklung ist mir aufgefallen, sie wandelt sich von einem trotzigen Teenager zu einer starken Persönlichkeit, die zu ihrer Meinung und ihren Emotionen steht und auch ihr Verhalten gegenüber ihren Eltern wandelt sich. So versucht sie Kompromisse zu finden und Verständnis aufzubringen. Chase ist ebenfalls ein Charakter mit Ecken und Kanten, der im Gegensatz zu Beth aber schon sehr reif wirkt und gut mit der Situation umzugehen weiß.

Der Schreibstil des Autorenduos war hervorragend. Ich empfand die ganze Geschichte als sehr authentisch und die Sprache der Ich-Erzählerin hat mir besonders gut gefallen, da Beth eine sehr witzige und ironische Art zu erzählen hat, was mich immer wieder zum Lachen brachte. Die Geschichte war außerdem sehr emotional und trotzdem nicht übertrieben, mit Liebessequenzen die gut formuliert und gut platziert wurden. Auch die Spannung kam nicht zu kurz, vor allem gegen Ende nimmt die Geschichte nochmal richtig an Fahrt auf, mit einer überraschenden Wendung, die ich zwar teilweise erahnen konnte, mit der ich jedoch nicht in diesem Ausmaß gerechnet hätte. Auch das Ende war wundervoll. Ich hatte Angst auf viel zu viel Kitsch und heile Welt zu treffen, für mich war der Ausgang aber genau richtig gewählt.

FAZIT:
Im Großen und Ganzen konnte mir One small thing – Eine fast perfekte Liebe alles bieten, was ich mir von einem guten Young Adult – Roman erhoffe. Neben der Liebesgeschichte spielen auch Freundschaft, Gefühle im Zwiespalt, Schuld, aber vor allem die Frage nach Falsch und Richtig eine große Rolle. Es gab einige tiefgründige Stellen, was der Thematik zuschulden kommt. Ich habe mitgelacht, mitgelitten und mitgefiebert, die Emotionen waren stets greifbar und realitätsnah. Eine ganz große Kaufempfehlung von mir!

5-herzen

*Werbung: Rezensionsexemplar. An dieser Stelle bedanke ich mich ganz herzlich beim Piper Verlag, ich habe mich riesig gefreut. Das hat meine Meinung allerdings in keiner Weise beeinflusst.

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