Rezension: Liebe M. Du bringst mein Herz zum Überlaufen – Anna Paulsen

*WERBUNG
Danke an den Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar! Dies hat meine Meinung keineswegs beeinflusst.

Es fällt mir immer wieder schwer eine Rezension zu einem Buch zu verfassen, das mir so leider gar nicht gefallen hat. So ist es mir leider auch mit Liebe M. Du bringst mein Herz zum Überlaufen ergangen. Es gab viele Kleinigkeiten, die mich nicht vollständig in diese Geschichte eintauchen ließen.  Diese Punkte versuche ich so vorsichtig wie möglich auszuformulieren, schließlich ist dies meine eigene Meinung und bestimmt gibt es viele, die dieses Buch auch toll fanden. Meinen Geschmack hat es leider nicht getroffen.

BUCHDETAILS:
taschenbuch
10 euro
erschienen im 01/2018
336 seiten
penguin

ZUM INHALT:
Während andere den Freitag herbeisehnen, freut sich Matilda auf Montag, denn nichts liebt sie mehr als ihren Job im Amt für nicht zustellbare Post, wo sie für die Buchstaben K bis M zuständig ist. Doch dann kommt der Tag, an dem Matilda ein nie überbrachter Liebesbrief so sehr berührt, dass sie beschließt, ihre gewohnten Pfade zu verlassen und den Empfänger ausfindig zu machen – ganz gleich, wie schwierig es wird. Sie stößt auf eine schmerzliche Liebesgeschichte, die bereits viele Jahrzehnte zurückliegt. Doch für ein Happy End ist es schließlich nie zu spät, oder? (Quelle: randomhouse.de)

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MEINE MEINUNG:
Wie schon bereits zu Beginn dieses Beitrags erwähnt, hat dieses Buch leider so gar nicht meinen Geschmack getroffen. Ich tue mich immer sehr schwer, negative Rezensionen zu schreiben und hoffe, dass ich meine Worte richtig wählen kann.

Zuerst einmal war es die Protagonistin Matilda, die mir absolut nicht sympathisch werden wollte. Sie liebt ihren Beruf im Postamt in der Abteilung für nicht zustellbare Post. An sich fand ich die Beschreibung dieses Jobs wahnsinnig interessant, so habe ich mir noch nie Gedanken darübergemacht, was eigentlich mit den Briefen passiert, die nicht zugestellt werden können. Auch ihre Liebe zu diesem Beruf fand ich wirklich schön, allerdings konnte ich mit ihrer Person nicht viel anfangen. Damit angefangen, wie sie ihre Arbeitskollegen beschreibt, völlig überzogen, findet Matilda ihre Kollegen alle blöd, was ich nicht ganz nachvollziehen konnte. Man muss nicht jeden Menschen mögen, aber für mich haben die Kollegen nichts angestellt, womit sie Matildas Abneigung verdient hätten. Sie ist von Natur aus ein sehr zurückgezogener Mensch, was auch in Ordnung ist, aber ich hatte das Gefühl, sie würde ständig in ihren Gedanken über sie herziehen, was für mich unverständlich blieb. Seltsamerweise freundet sie sich mit ihrem Nachbarn Knut an, einem Rentner, für den sie die Einkäufe erledigt. Knut ist ein offener, freundlicher Mann, aber dass Matilda sich direkt mit ihm anfreundet, hat für mich auch nicht wirklich gepasst. Bei ihm ist sie kein bisschen zurückgezogen oder schüchtern, so ganz bin ich aus dieser Tatsache nicht schlau geworden.

Außerdem erschien mir die Protagonistin sehr weltfremd, hat keine Ahnung von Smartphones und Computern. Das muss nicht unbedingt eine Tatsache sein, die unsympathisch macht, aber für mich wirkte dieses ganze Getue um die „Faszination der Technik“ eher gewollt und vollkommen unauthentisch. Dass man Technik nicht unbedingt gutheißen möchte ist die eine Sache, aber wenn man sich mit Ende zwanzig noch darüber wundert, dass man mithilfe des sogenannten Internets an die verschiedensten Informationen kommen kann… Naja. Ich hatte das Gefühl, die Autorin wollte Matilda naiv wirken lassen, für mich kam sie allerdings etwas dümmlich rüber.

Als Matilda Knuts Enkel Cornelius kennenlernt, findet sie ihn auf Anhieb unsympathisch und bezeichnet ihn ständig als „Lackaffen“, nur weil er einen Anzug trägt. Für mich wieder vollkommen unverständlich, dieser Typ hat ihr wirklich nichts getan. Reine Vorurteile, die sie hier beherrschen, das hat mich teilweise richtig genervt.

Der Klappentext verrät bereits, dass Matilda aufgrund eines Briefes, der sie bezaubert, eigene Nachforschungen anstellt, um die Menschen zusammenzubringen. Mithilfe von Knut und dem Internet gelingt ihr das auch und so findet sie ein neues Hobby, nämlich Glücksbotin zu spielen. Eine sehr süße Idee, weshalb ich mich auch dazu entschieden habe, dieses Buch zu lesen. Allerdings habe ich ein wenig etwas anderes erwartet. Nach meinem Geschmack waren die Liebesgeschichten der Briefeschreiber etwas zu oberflächlich behandelt. Auch kamen die Emotionen nicht wirklich bei mir an, manche Briefe waren sehr süß formuliert, aber trotzdem habe ich sie nie so ganz abkaufen können. Vielleicht auch im Zusammenhang mit meiner nicht vorhandenen Sympathie  Matilda gegenüber. Sie findet diese Geschichten und Briefe nämlich sehr schön, aber im echten Leben glaubt sie natürlich nicht an die große Liebe. Wo ich mich wieder fragte, die Briefe gehören doch zum echten Leben? Diese Menschen, die diese Briefe verfasst haben, nach denen du suchst, sie existieren doch?

Einen kleinen Sympathiepunkt hat Matilda dennoch erhalten, nämlich für ihre Liebe zu Büchern. Das war dann aber auch schon alles.

FAZIT:
Für mich war die ganze Geschichte sehr überzogen und unauthentisch präsentiert. Tolle Idee, aber nicht die richtige Umsetzung. Die Protagonistin Matilda hat mir so leider gar nicht gefallen und auch die restlichen Charaktere, konnten mich nicht wirklich überzeugen. Schade, aber leider keine Kaufempfehlung von mir.

2-herzen

 

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2 Gedanken zu “Rezension: Liebe M. Du bringst mein Herz zum Überlaufen – Anna Paulsen

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