Rezension: Molly McAdams – Letting go – Wenn ich falle

Heute eine Rezension zu Letting go – Wenn ich falle von Molly McAdams, welches ich von netgalley.de als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen habe! Vielen Danke auch an den Mira Taschenbuch Verlag.

BUCHDETAILS:
ebook, taschenbuch
9,99€
352 Seiten
erschienen im 12/2016
mira taschenbuch verlag

ZUM INHALT:
Schon mit dreizehn Jahren wusste Grey, dass Ben der Eine ist. Sie war so sicher, dass sie für immer mit ihm zusammen sein würde. Aber drei Tage vor der Hochzeit stirbt er an einem unerkannten Herzfehler. Ihr gemeinsamer bester Freund Jagger ist der Einzige, der Grey durch die schreckliche Trauer und vielleicht zurück ins Leben helfen kann. Sie vertraut ihm bedingungslos und könnte vielleicht mehr für ihn empfinden. Doch würde sie damit nicht ihre Liebe zu Ben verraten? (Quelle: harpercollins.de)

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MEINE MEINUNG:
Das große Thema in Molly McAdams Roman ist der Kampf Greys zurück ins Leben, nachdem ihr Verlobter, die Liebe ihres Lebens, kurz vor der Hochzeit an einem unentdeckten Herzfehler stirbt. Zu Beginn bekommt der Leser einen kleinen Rückblick geliefert, ein paar Tage vor der Hochzeit, an dem Tag, an dem Ben einfach umfällt und nicht mehr aufsteht. Die eigentliche Geschichte beginnt dann genau zwei Jahre später und dreht sich um Grey und Jagger, Bens Verlobte und sein bester Freund.

Was mich ziemlich überrascht hat, war die Tatsache, dass die gedachte Auflösung des Klappentextes ziemlich schnell erfolgt. Ich habe nach dem Lesen des Klappentextes schon eine Ahnung gehabt und mir einen ganz anderen Verlauf des Themas vorgestellt. Trotzdem war ich nicht enttäuscht und habe mich auf den weiteren Verlauf voller Spannung und ohne spezielle Erwartungshaltung eingelassen.

Teilweise war die Geschichte ganz schön kitschig – klar, es ging hauptsächlich um die große Liebe und ganz große Gefühle und die Beschreibung dieser, ist der Autorin auch wirklich gut gelungen. Dennoch bin ich der Meinung, dass es zu viel des Guten war, denn rückblickend kommt es mir vor, als ginge es NUR um Gefühle. Mir kam es vor, als würde die ganze Stadt nur Grey und Jagger als Thema haben, denn jeder Charakter des Buches hatte irgendwas dazu zu sagen und alle waren nur damit beschäftigt sich um ihre Beziehung zu kümmern. Das war mir definitiv zu übertrieben!

Ebenfalls gestört haben mich die Konflikte, die dargestellt wurden. Es kam mir vor, als würde ein großer Konflikt den nächsten jagen und das kam mir alles sehr unrealistisch vor. Zum Einen war da die nervige Exfreundin, Jaggers schwieriges Verhältnis zu seiner intriganten Mutter und seine kleine Schwester, die ihm Probleme bereitet. Mir kam es vor, als wären all diese Konflikte und auch ihre Lösungen, nur leicht angeschnitten und auch schnell wieder beseitigt worden, schließlich konnten die Charaktere sich gegenseitig nicht böse sein, egal wie schwerwiegend die begangene Tat war.

Ein weiterer Kritikpunkt war die kurze Zeitspanne, in der das alles vorfällt. Die Protagonisten bauen sich etwas auf, wofür normale Menschen Jahre brauchen. Zumindest aus meiner Sicht. Das hat mir das Ganze einfach total unrealistisch erscheinen lassen.

Erzählt wurde aus den beiden Perspektiven der Protagonisten Grey und Jagger, immer abwechselnd aus der Ich-Perspektive. Die ermöglichte sehr anschaulich das Nachvollziehen der Gefühle und Gedankengänge und auch eine gewisse Nähe zu den Charakteren wurde dadurch aufgebaut. Trotzdem hat mir nur der Protagonist Jagger gut gefallen, Grey war mir einfach viel zu sehr „Gutmensch“. Auch ihre Eltern und Bruder waren sehr überzogen dargestellt, viel zu überdreht war vor allem auch Greys Mutter, die sie behandelt hat, als wäre sie ein Kind. Das hat es mir sehr schwer gemacht die Geschichte ernst zu nehmen.

Natürlich gab es auch positive Dinge, wie zum Beispiel der Schreibstil der Autorin, der es mir ermöglichte das Buch sehr schnell zu lesen. Auch das Ende hat mir gut gefallen. Ich konnte das ganze Buch über miträtseln und zum Schluss gab es eine überraschende Wendung, die ich eigentlich ganz gelungen fand. Der Hauptgedanke war auch ein ziemlich Guter, einzig und allein das Drumherum hat gestört und die Geschichte überladen. Hier wurde viel Potenzial verschenkt.

FAZIT:
Die Geschichte, zumindest der Grundgedanke, haben mir gut gefallen. Ich mochte auch den Schreibstil der Autorin, vor allem die großen Gefühle wurden, meiner Meinung nach, gut dargestellt. Leider wirkte alles zu überladen und zu rosarot, weshalb ich die Geschichte nicht wirklich ernst nehmen und auch nicht mitfühlen konnte. Weiterempfehlen würde ich die Geschichte nicht unbedingt, sie ist ganz nett, aber es sind leider zu viele Störfaktoren vorhanden!

3-herzen

ZUR AUTORIN:
Molly McAdams wuchs in Kalifornien auf. Heute lebt sie mit ihrem Ehemann und ihren vierbeinigen Hausgenossen in Texas. Wenn sie nicht gerade an ihren erfolgreichen New-Adult-Romanen schreibt, kuschelt sie sich am liebsten daheim auf die Couch und schaut Filme. Sie hat eine besondere Schwäche für frittierte saure Gurken (eine Spezialität im Süden der USA!) und weiche Schmusedecken. (Quelle: hapercollins.de)

Hier geht’s zum Buch!

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4 Gedanken zu “Rezension: Molly McAdams – Letting go – Wenn ich falle

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