Rezension: Jenn Bennett – Annähernd Alex

Ich hatte mich vor Kurzem das erste Mal für ein Exemplar einer Leserunde bei lovelybooks.de beworben und sofort beim ersten Mal gewonnen ! Deswegen möchte ich zuerst dem Königskinder Verlag, für das bereitgestellte Rezensionsexemplar für die Leserunde, danken.

Es handelt sich um das Buch Annähernd Alex von Jenn Bennett.

BUCHDETAILS:
hardcover
19,99€
480 Seiten
erschienen im 09/2016
königskinder verlag

ZUM INHALT:
Seinem Online-Schwarm im echten Leben zu begegnen kann böse Überraschungen mit sich bringen. Was, wenn er ein Idiot ist? Oder ein Langweiler? Mink erzählt Alex aus dem Film-Forum deswegen erst mal nicht, dass sie in genau den kalifornischen Küstenort zieht, in dem er wohnt. Sie erzählt auch nichts von ihrem furchtbaren Job in der Tourifalle von Museum, bei dem sie sich jeden Tag halb tot schwitzt. Und erst recht nichts erzählt sie von Porter, Surfwunder und Aufschneider zugleich. Als Mink und Porter nachts im Museum eingeschlossen werden, kommen sie einander näher. Und langsam dämmert es Mink: Porter ist Alex. Annähernd. (Klappentext)

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MEINE MEINUNG:
Die Geschichte hinter Annähernd Alex ist schon mal nichts allzu außergewöhnliches: Die Protagonistin Bailey hat einen Internetfreund Alex, der zufälligerweise in der selben Stadt wie ihr Vater lebt. Sie beschließt von ihrer Mutter zu ihm zu ziehen und begibt sich auf die Suche nach ihrem Internetfreund, um eine mögliche Enttäuschung beim ersten Treffen vorzubeugen. Dabei erzählt sie Alex natürlich nicht, dass sie nun ganz in seiner Nähe wohnt. Zudem nimmt sie einen Ferienjob an, bei dem sie Porter kennenlernt, der für Bailey immer interessanter wird. Die Geschichte ist meiner Meinung nach trotzdem total besonders, denn durch die tollen Charaktere, hat es mir großen Spaß bereitet, Bailey in ihrem Leben und auf der Suche nach Alex und nach der ersten großen Liebe zu begleiten. Bailey ist mir als Charakter wirklich sehr symptahisch und auch ein wenig ans Herz gewachsen – durch ihre ironische und humorvolle Art habe ich das Buch wirklich gerne gelesen und konnte es kaum aus der Hand legen. Sie ist als Person eher ein unsicherer Charakter, beweist aber immer mehr Mut zum Risiko. Auch Porter war mir sehr sympathisch, auch wenn ich anfangs Schwierigkeiten hatte, mich mit ihm anzufreunden. Aber mit der Zeit lernt man seine einfühlsame Seite kennen und das hat mir sehr gefallen. Die Nebencharaktere, wie zum Beispiel Baileys Vater oder ihre beste Freundin Grace, waren auch sehr gut ausgearbeitet und mit dem Charakter Davy, der einigen Ärger gebracht hat, kam auch noch etwas Spannung in die Geschichte. Keiner der Charaktere war oberflächlich. Eine große Rolle spielt für die jugendliche Hauptperson natürlich auch die erste große Liebe, die sie ja anfangs meinte, in Alex gefunden zu haben. Doch dann kommt natürlich Porter und bringt das alles durcheinander. Die Gefühle und Gedanken von Bailey wurden hier gut transportiert, sodass man mitfühlen und alles genau nachvollziehen konnte.
Kann man sterben, wenn man einmal einen umwerfenden Kuss erlebt hat und keinen zweiten bekommt? Denn genau dieses Gefühl habe ich gerade. (s.302)
Die Geschichte spielt in Kalifornien, im Sommer und der Autorin ist es gelungen, dieses Sommer-Feeling super rüber zu bringen. Sie arbeitet mit sehr schönen Beschreibungen des Handlungsortes und auch bei ihrer Beschreibung der „Hotbox“, dem Arbeitsplatz von Bailey, wurde mir allein beim Lesen schon wärmer. Der Schreibstil der Autorin hat mir demnach sehr sehr gut gefallen, es war super leicht zu lesen, ein typisches Jugendbuch eben und besonders hat es mir die Sprache angetan. Erzählt wird nämlich aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Bailey, ein typisches 17-jähriges Mädchen. Und genauso hat es sich beim Lesen auch angefühlt. Ich hatte nie das Gefühl, eine erwachsene Autorin würde hinter dieser Geschichte stecken. Und das ist jetzt positiv gemeint 😀 Es wirkte einfach nie aufgesetzt und absolut authentisch.
Der Aufbau hat mir auch sehr gut gefallen. Zwischen den „realen“ Erlebnissen findet man auch immer wieder Chatverläufe von Mink (Baileys Chatname) und Alex und kann so miträtseln, wer hinter Alex‘ Charakter stecken könnte. Die Kapitelüberschriften waren immer Filmzitate, passend zum Kapitel und auch zum Charakter von Bailey, die bekennende Film-Fanatikerin ist. Das war immer ganz süß und hat die Geschichte abgerundet.
FAZIT:
Im Großen und Ganzen war die Geschichte doch ein wenig klischeehhaft, aber was die Autorin daraus gemacht hat, finde ich großartig. Die Liebesszenen waren sehr romantisch und perfekt beschrieben, für eine 17-jährige Protagonistin. Von mir bekommt das Buch eine definitive Weiterempfehlung. Es war spannend, witzig und total süß zugleich. 5/5 Herzen!
5-herzen
ZUR AUTORIN:

Jenn Bennett wurde in Deutschland geboren, zog dann aber in die USA. Sie reist gern, u.a. nach Europa und Südostasien. Sie arbeitet hauptberuflich als Autorin und hat u.a. eine sehr erfolgreiche Fantasyserie geschrieben, bevor sie nun mit „Die Anatomie der Nacht“ ihr erstes realistisches Jugendbuch vorlegt. Jenn Bennett lebt mit ihrem Mann in Georgia.
(Quelle: carlsen.de)

Hier geht’s zum Buch!

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