Rezension: Lucinda Riley – Die sieben Schwestern

Die sieben Schwestern von Lucinda Riley ist mir letzte Woche ins Auge gesprungen, weil dieses Cover einfach so wunderschön ist. Die Farben und die verträumte Abbildung haben mich direkt angesprochen.

ZUM INHALT:
Maia ist die älteste von sechs Schwestern, die alle von ihrem Vater adoptiert wurden, als sie sehr klein waren. Sie lebt als Einzige noch auf dem herrschaftlichen Anwesen ihres Vaters am Genfer See, denn anders als ihre Schwestern, die es drängte, draußen in der Welt ein ganz neues Leben als Erwachsene zu beginnen, fand die eher schüchterne Maia nicht den Mut, ihre vertraute Umgebung zu verlassen. Doch das ändert sich, als ihr Vater überraschend stirbt und ihr einen Umschlag hinterlässt – und sie plötzlich den Schlüssel zu ihrer bisher unbekannten Vorgeschichte in Händen hält: Sie wurde in Rio de Janeiro in einer alten Villa geboren, deren Adresse noch heute existiert. Maia fasst den Entschluss, nach Rio zu fliegen, und an der Seite von Floriano Quintelas, eines befreundeten Schriftstellers, beginnt sie, das Rätsel ihrer Herkunft zu ergründen. Dabei stößt sie auf eine tragische Liebesgeschichte in der Vergangenheit ihrer Familie, und sie taucht ein in das mondäne Paris der Jahrhundertwende, wo einst eine schöne junge Frau aus Rio einem französischen Bildhauer begegnete. Und erst jetzt fängt Maia an zu begreifen, wer sie wirklich ist und was dies für ihr weiteres Leben bedeutet … (Quelle: lovelybooks.de)

9783442479719_1461748983000_xxl (Quelle: lovelybooks.de)

MEINE MEINUNG:
Das Buch ist in sechs Abschnitte unterteilt. Zu Beginn erzählt die älteste der sechs Schwestern, Maia, aus der Ich-Perspektive, was mir sehr gut gefällt. Man bekommt Einblicke in ihr Leben und ihre Gedankengänge und erfährt viel über sie, aber auch über ihre Schwestern, wobei mit Hinweisen angedeutet wird, dass es noch einiges über sie Herauszufinden gibt. Etwa die ersten dreißig Seiten dienen als grobe Einleitung, um erst einmal einen kurzen Überblick über die Personen zu bekommen. Dabei sind die Charaktere alle sehr verschieden, aber auch interessant. Es gibt keine Wiederholungen und man wird immer neugieriger. Maia begibt sich nach dem Tod ihrer Adoptivvaters auf die Suche nach ihrer leiblichen Familie und landet in Rio de Janeiro. Der Autorin gelingt es, die Atmosphäre perfekt dazustellen und die Orte detailliert zu beschreiben, sodass ich immer das Gefühl hatte, alles direkt vor meinen Augen zu haben. Das selbe ist ihr auch mit den Gesichtern der handelnden Personen gelungen – irgendwie hatte ich immer ein genaues Bild vor Augen! Mit ihrer Reise nach Brasilien treten Maias Schwestern natürlich in den Hintergrund, aber ihnen werden dafür die darauffolgenden Romane gewidmet.

Was mir sehr gut gefallen hat war, dass nicht nur Maias Geschichte erzählt wird, sondern auch die, von Izabela. Dies ist nämlich der Inhalt des zweiten Abschnittes. Man reist zurück in die Vergangenheit und lernt Izabela kennen, die einen wesentlichen Teil zu Maias Gegenwart beitragen wird. Hier wird vor allem eine wunderschöne Liebesgeschichte erzählt. Die Schauplätze sind Rio und – wie sollte es anders sein – Paris, die Stadt der Liebe. Dabei wechselt die Perspektive, nun erzählt nicht mehr die Protagonistin selbst.

Im dritten Abschnitt hat Maia nun etwas über ihre Vergangenheit erfahren und es wird beschrieben, wie sie nun weiter vorgeht. Dabei verändert sich auch immer mehr ihre eigene Persönlichkeit, die anfangs ängstliche Maia riskiert viel mehr und möchte nun endlich hinter das Geheimnis ihrer Vergangenheit kommen. Darauf folgt dann wieder ein Abschnitt, der von Izabela erzählt. Dieser interessante Aufbau weckt die Neugier des Lesers, es wird einfach nie langweilig. Schade war dann, dass das Ende dieses Abschnittes etwas plötzlich kam. Mir ging das alles zu schnell! Dann wechselt die Perspektive wieder zu Maia und es geht wieder um ihr Leben. Man erfährt noch einiges über Maia, mit dem man nicht gerechnet hat. Hier hat die Autorin eine sehr gute Wendung eingebaut, womit sie dafür sorgt, dass die Spannung am Ende erhalten bleibt und trotz der Auflösung des Geheimnisses ihrer Vergangenheit, weiterhin das Interesse an der Geschichte von Maia besteht.

Was ich auch besonders schön finde, ist, dass die nächste Schwester, Ally, im letzten Abschnitt des Buches zu Wort kommt und man somit einen kleinen Ausblick auf das daran anschließende Buch Die Sturmschwester bekommt.

Mir sind die Charaktere sehr ans Herz gewachsen, sowohl Maia, als auch Izabela. Die Liebesgeschichte und die Emotionen werden wunderschön dargestellt, man kann richtig mitfiebern.

Den Schreibstil der Autorin mochte ich sehr gerne. Er ist sehr klar und flüssig, so dass man gut voran kommt. Ein bisschen gewöhnungsbedürftig war die Sprache der Personen zu Beginn, da sie alle sehr gefühlsbetont sprechen und ich das etwas seltsam fand. Aber nach dem man in das Geschehen eingetaucht ist, fällt das auch gar nicht mehr wirklich auf, weil es einfach dazu gehört.

FAZIT:
Ich liebe dieses Buch und werde mir sicherlich alle weiteren Bücher dieser Reihe besorgen! Es ist einfach voller Liebe und ich muss sagen, mir war zu keiner Zeit langweilig, weil immer etwas passiert ist. Es gab einige überraschende Wendungen, trotzdem war es nicht zu überladen. Es hat einfach alles gepasst, die Charaktere, der Aufbau und auch die tollen Geschichten der beiden Protagonistinnen. Ich bin begeistert. 🙂5-herzen

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