Rezension: Paula Hawkins – Girl on the train


Girl on the train –
ein Thriller ?
Diese Frage beschäftigt mich, seitdem ich das Buch zu Ende gelesen habe. Von der Thematik her könnte die Bezeichnung Thriller passen, aber irgendwie fühlt es sich für mich nicht richtig an. Zu einem Thriller gehören für mich auch Einblicke in die Gedanken des Killers, Spannung von Anfang an, aber das war hier nicht gegeben.

ZUM INHALT:
Jeden Morgen pendelt Rachel mit dem Zug in die Stadt, und jeden Morgen hält der Zug an der gleichen Stelle auf der Strecke an. Rachel blickt in die Gärten der umliegenden Häuser, beobachtet ihre Bewohner. Oft sieht sie ein junges Paar: Jess und Jason nennt Rachel die beiden. Sie führen – wie es scheint – ein perfektes Leben. Ein Leben, wie Rachel es sich wünscht.
Eines Tages beobachtet sie etwas Schockierendes. Kurz darauf liest sie in der Zeitung vom Verschwinden einer Frau – daneben ein Foto von »Jess«. Rachel meldet ihre Beobachtung der Polizei und verstrickt sich damit unentrinnbar in die folgenden Ereignisse …
(Quelle: randomhouse)

Girl on the Train. Du kennst sie nicht, aber sie kennt dich. (Quelle: randomhouse)

MEINE MEINUNG:
Nachdem ich im September den Trailer zu dem Kinofilm gesehen hatte, wusste ich, dass ich diesen Film unbedingt sehen muss. Vorher wollte ich aber unbedingt das Buch lesen. Die Protagonistin Rachel hat ein Alkoholproblem, keinen Job und fährt täglich mit dem Zug, um ihrer Mitbewohnerin vorzugaukeln, sie hätte noch einen Job. Dabei sieht sie immer wieder ein Pärchen und flüchtet in ihre Vorstellung, dieses Paar würde die perfekte Beziehung führen, die Beziehung, die sie immer wollte. Sie denkt sich sogar Namen für die beiden aus. Ein paar Häuser entfernt wohnt ihr Ex-Mann mit seiner neuen Frau und kleinen Tochter, dem sie immer noch hinterher trauert und in gewisser Weise stalkt. Die Struktur des Romans, mit den drei verschiedenen Perspektiven, die zu verschiedenen Tageszeiten erzählen, hat mir besonders gut gefallen. So wird die Sichtweise von Rachel, Anna, der neuen Frau ihres Ex-Manns und Megan, die sie durch den Zug aus beobachtet, dargestellt und jede dieser Personen hat eine eigene Geschichte, die nur stückchenweise an Tageslicht kommt. So hat man eine gewisse Abwechslung im Geschehen. Dennoch konnte ich keine der Personen lieb gewinnen, auch wenn ihre Geschichten gut rüber kommen, fehlt die Sympathie. Trotzdem kam es vor, dass ich doch mit den Personen mitgefühlt habe, beispielsweise entwickelte ich eine Wut auf Tom, den Ex-Mann von Rachel. Keine der Figuren ist mir an Herz gewachsen, dennoch sind die Charaktere gut ausgearbeitet. Durch die Bildhaftigkeit der Erzählung und den flüssigen Schreibstil der Autorin, ist der Roman meiner Meinung nach, sehr schnell und angenehm zu lesen.

Man muss erwähnen, dass die Geschichte nicht von Anfang an superspannend ist, was für mich zum Beispiel zu einem Thriller dazugehört. Trotzdem ist man von den verschiedenen Geschichten gefesselt und möchte wissen wie es weiter geht. Was auch schön ist, man kann bis kurz vor Ende des Romans mitraten, wer der Täter ist und die Autorin hat es geschafft mich in die Irre zu leiten und zu überraschen. Immer wieder kommt es zu Wendungen, mit denen man nicht rechnet.

 

FAZIT:
Der Roman ist nicht wirklich actionreich und auch die erwartete Spannung setzt etwas spät ein. Trotzdem finde ich, ist es ein tolles Buch, ich konnte es kaum aus der Hand legen. Ich würde es auf jeden Fall weiter empfehlen!

4-herzen

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