Rezension: Ich bin der Schmerz – Ethan Cross

Ich bin gerade fertig geworden mit Ich bin der Schmerz von Ethan Cross. Die beiden Vorgänger der Shepherd-Reihe habe ich zwar nicht gelesen, trotzdem muss ich sagen, habe ich soweit alles verstanden, deswegen denke ich, dass man das auch ohne die beiden ersten Bücher lesen kann. Eine Freundin hat mir das Buch nämlich mitgebracht, weil sie das Cover so schön fand.

Ich bin der Schmerz  - Ethan Cross - Taschenbuch

Zum Inhalt:

Die Medien nennen ihn den „Anstifter“, und das Spiel, das er spielt, ist besonders perfide: Zuerst entführt er die Familie eines völlig unbescholtenen Mannes, bevor er diesem befiehlt, einen anderen unbescholtenen Mann zu töten. Weigert sich der Erpresste, werden seine Lieben zerstückelt. Nur die Shepherd Organization kann den Killer zur Strecke bringen. Auf der Jagd erhalten Marcus Williams und sein Team Hilfe von Marcus‘ Bruder, dem Serienkiller Francis Ackerman jr. Denn dieser weiß, wer hinter dem Anstifter steckt: sein Vater. Der, der ihn zu dem gemacht hat, was er ist: dem absolut Bösen …

(Quelle: Bastei Lübbe)

Meine Meinung:

Wie schon erwähnt gibt es die beiden Vorgänger Ich bin die Nacht und Ich bin die Angst. Trotzdem kann man das Buch problemlos lesen. Dass der Protagonist ausgelaugt und psychisch labil ist wegen den vorherigen Vorfällen ist so ziemlich das Einzige, das darauf schließen lässt, dass noch andere Bücher davor existieren. Das stört aber eigentlich nicht wirklich. Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen, es gab keinen der mich wirklich gestört hat, aber auch nicht wirklich jemanden den ich besonders ins Herz geschlossen habe. Die beiden Mörder Ackerman senior und junior waren sehr faszinierend beschrieben und haben mich teilweise wirklich schockiert. Vor allem die Gedankengänge der beiden Killer waren sehr schön geschildert, was hauptsächlich zur Spannung in der ganzen Geschchte beigetragen hat. Was mich an diesem Buch besonders angesprochen hat, waren die kurzen Kapitel, die meistens nicht länger als fünf Seiten lang waren. Dadurch gab es am Ende eines Kapitels immer wieder einen Spannungsaufbau, sodass ich natürlich wissen wollte, wie es denn jetzt im nächsten Kapitel weiter geht. Das hat dann dazu geführt, dass ich das Buch nur schwer aus der Hand legen konnte. Die Grundidee ist wirklich nicht schlecht – der Protagonist muss seine eigene Familie jagen, seinen Vater und Bruder, beides berüchtigte Serienkiller. Natürlich wird er dann auch zum Mitleidsobjekt und muss sehr viel einstecken, was allerdings ein bisschen zu klischeehaft war. Was mich auch ein wenig gestört hat war, dass Ackermann senior, der eigentliche Bösewicht der Geschichte, der „Anstifter“, nicht nur Morde begeht, die seiner Rolle als Anstifter entsprechen, sondern beispielsweise auch Bombenangriffe startet. Ich finde, dadurch geht diese typische „Mörderhandschrift“, die ein Killer hinterlässt und ausmacht, verloren, weil er somit nicht mehr einer klaren Linie folgt und irgendwie das „Besondere“ an den Morden fehlt. Außerdem ist er auch nur im ersten Teil des Buches, welches in drei Teile unterteilt ist, als Anstifter unterwegs. Nach der Entführung des Protagonisten verfolgt er dann auf einmal ein anderes Ziel. Deswegen hatte ich das Gefühl, das das Ganze doch etwas planlos war.

!Spoiler!:

Das Ende hat mich auch gestört, das war mir dann doch alles ein bisschen zu „happy-end-mäßig“. Auf einmal wird Ackerman junior gut und verzichtet für seinen Bruder aufs Morden? Plötzlich hat er doch menschliche Gefühle, was zu Beginn ja ganz anders dargestellt wurde und wie das dann passiert ist, versteht man auch nicht richtig. Und selbstverständlich, wie sollte es auch anders sein, sitzt der böse Serienkiller hinter Gittern, weil der heldenhafte Protagonist ihn doch noch überführen konnte. Also irgendwie schien mir das einfach unpassend.

 

Fazit:
Im Großen und Ganzen ein echt gut gemachter Thriller, vor allem die Figuren der Mörder haben mir gefallen. Auch die Geschichte und der Schreibstil waren nicht schlecht, aber das Ende hat mich leider nicht überzeugt! Kann man lesen, muss man aber nicht unbedingt. Deswegen 3 von 5 Herzen.

3-herzen

 

 

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2 Gedanken zu “Rezension: Ich bin der Schmerz – Ethan Cross

  1. Hallo!
    Den 3. Band habe ich von Ethan Cross noch nicht gelesen, aber die 2 Vorgängerbände und die fand ich richtig gut. Wenn du mit dem Ende von diesem Band nicht richtig einverstanden bist, es gibt schon die Fortsetzung davon……“Ich bin der Zorn“.
    Liebe Grüße Yvonne

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